Atomwaffen abwählen

ICAN Deutschland

Über diese Aktionsseite können die Direktkandidierenden der 299 Wahlkreise angeschrieben werden. Sie sollen ihre Position zu nuklearer Abrüstung darlegen und haben auch die Möglichkeit, ihre Unterstützung für den Atomwaffen-Verbotsvertrag zu erklären. Damit möglichst viele Kandidierende vor der Bundestagswahl am 26. September Farbe bekennen, brauchen wir Eure Unterstützung!

Jetzt mitmachen!

Schreibe den Kandidierenden in Deinem Wahlkreis:

Im Januar 2021 ist der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft getreten. Mit diesem Meilenstein des Völkerrechts gibt es erstmals eine umfassende Regelung über die Ächtung von Atomwaffen und einen rechtlichen Rahmen, Atomwaffen unter internationaler Kontrolle vollständig abzurüsten. Obwohl die bisherige Bundesregierung nukleare Abrüstung generell befürwortet, lehnt sie einen Vertragsbeitritt ab. Wir wollen die Bundestagswahl als Anlass nehmen, mehr politische Unterstützung für einen deutschen Vertragsbeitritt zu erzeugen. Titelbild: ICAN | Aude Catimel

Wie kann ich mitmachen?

Gib einfach oben deine Postleitzahl ein und wähle ggf. deinen Wahlkreis aus. Schreibe den jeweiligen Kandidierenden von Bündnis 90/die Grünen, SPD, Linke, CDU/CSU oder FDP, die sich um Direktmandat in deinem Wahlkreis bewerben, über unser Online-Formular und fordere Sie zur Unterstützung des Atomwaffenverbots auf. Dazu kannst du gerne unsere unverbindliche Mailvorlage verwenden - oder diese nach deinen Wünschen verändern. Sobald du auf "Senden" geklickt hast, wird ein Bestätigungscode bzw. ein Bestätigungslik an deine Mailadresse geschickt. Nach erfolgter Bestätigung geht dein Schreiben an die gewählte Person und du bekommst dein Schreiben in Kopie an deine Mailadresse. Kandidierende, die bereits die ICAN-Abgeordnetenerklärung unterzeichnet haben, können nicht mehr angeschrieben werden.

Was ist der Atomwaffenverbotvertrag?

Der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) wurde nach internationalen Verhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen 2017 von 122 Staaten beschlossen. Am 22. Januar 2021 ist er in Kraft getreten. Der Vertrag ächtet Atomwaffen auf Grund ihrer katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt. Er verbietet u.a. Herstellung, Stationierung, Einsatz und Drohung mit diesen Waffen. Zudem verpflichtet er zur vollständigen nuklearen Abrüstung. Bereits 55 Staaten sind dem Vertrag beigetreten.

Warum ist Deutschland nicht dabei?

Die Bundesregierung begründet ihre ablehnende Haltung mit der nuklearen Teilhabe der NATO. Aufgrund dieser sind weiterhin ca. 20 US-Atombomben in Büchel (Rheinland-Pfalz) stationiert. Die Bundeswehr stellt die Kampfflugzeuge, mit denen die Bomben eingesetzt werden können. Die Bundesregierung will also weiter an der nuklearen Abschreckung festhalten und plant sogar die Beschaffung neuer nuklearwaffenfähiger Kampfflugzeuge. Diese nukleare Teilhabe müsste jedoch im Falle eines Beitritts zum Atomwaffenverbotsvertrag beendet werden.

Welche Postitionen vertreten die Parteien?

Wir haben auf unserer Website die Auszüge aus den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien zum Thema nukleare Abrüstung zusammengestellt.

Wo finde ich mehr Hintergrundinformationen?

Auf der Website von ICAN Deutschland gibt es Hintergrundinformationen zu Atomwaffen in Deutschland und zum Atomwaffenverbotsvertrag und viele Publikationen zum Thema. Melde Dich für unseren Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wer steht hinter dieser Aktion?

ICAN Deutschland e.V. ist der deutsche Zweig der International Campaign to Abolish Nuclear weapons (ICAN) und damit Mitglied eines globalen Bündnisses von über 607 Organisationen in 106 Ländern. Dieses internationale Bündnis wurde 2017 aufgrund seines Engagements für eine völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. ICAN begleitete den Prozess, der zu den erfolgreichen Verhandlungen des Atomwaffenverbotsvertrags führte, und setzt sich nun für die Umsetzung des Vertrags ein. Wir machen Bildungs- und Aufklärungsarbeit und wirken im Sinne der Völkerverständigung auf die weltweite Anerkennung dieses Vertrages als Instrument zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen hin.

So viele Kandidierende unterstützen das Atomwaffenverbot

Alle Unterzeichner*innen anzeigen

CDU
2 von 252 (1%)
CSU
0 von 46 (0%)
DIE LINKE
161 von 295 (55%)
FDP
14 von 297 (5%)
GRÜNE
171 von 298 (57%)
SPD
81 von 298 (27%)
Sie kandidieren zur Bundestagswahl? Hier können Sie die ICAN-Erklärung unterzeichnen.